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LOOSHAUS

VOM SKANDAL ZUM BAUDENKMAL

ENTSTEHUNG

Im April 1909 erwarben die Inhaber des Herrenschneidersalons Goldman & Salatsch, Leopold Goldman und Emanuel Aufricht, das "Dreilauferhaus" (1797) am Michaelerplatz [1]. Am Wettbewerb für einen Neubau (Mai 1909), der kein befriedigendes Ergebnis brachte, nahm auch Alois Augenfeld teil [2]. Der Einreichplan von Loos zeigt die wohl nie zur Verwirklichung gedachte Stuckfassade [3]. Der Bau wurde in der damals modernen Eisenbeton-Technik ausgeführt [4]. Nach der Gerüstabnahme im Herbst 1910 [5] wurde die dekorlose Fassade Ziel einer heftigen Polemik gegen das Haus und seinen Architekten [6] [7]. Nach einem einjährigen Streit mit den Behörden und großen Teilen der Öffentlichkeit ließ Loos als Kompromiss Blumenkästen an den Fassaden anbringen [8], weshalb schließlich im Mai 1912 der Genehmigungsbescheid des Magistrats erging. Die größte Veränderung erfuhr das Haus im Jahr 1938 [9].

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